Peter Dartin
Peter Raging RomanceAlso, wenn ich schon die Gelegenheit bekomme, etwas über mich zu schreiben, dann tue ich das natürlich auch. Es gibt auch nur zwei Dinge, die ich gern vorher noch loswerden möchte. Erstens: Dieses sind nicht meine Memoiren, sondern nur ein kleiner Ausschnitt aus meinem bewegten Leben für die interessierte Leserschaft! Also, alles nicht so wichtig und doch ein wenig von meinem Leben. Und zweitens: Vielen Dank an Dich, Steve, dass Du das alles hier durch Dein Know-How ermöglichst! So eine Homepage entsteht ja nicht von selbst!!!

Ich fange am besten mal mit meiner "Biographie" an. Geboren: "JA", und zwar in einem ganz kleinen Nest Namens Nindorf in Norddeutschland. Die Ortschaft war so klein,dass ich mit meiner Geburt die Bevölkerungsdichte prozentual richtig nach oben brachte. Das war am 18.12. (und jetzt kommt das Unglaubliche) 1965. Ein guter Jahrgang eigentlich, wenn ich ein Wein wäre.

Über meine schulische Laufbahn (hi,hi,hi) schreibe ich besser nichts. Es hat gerade gereicht, um eine Ausbildung als Elektriker zu machen. Wie viele andere habe ich leidenschaftlich gern vor meiner Schulzeit gelernt, also von 0-6 Jahren, und danach, als ich schon erwachsen war. Meine musikalische Karriere begann ich im Alter von 7 Jahren. Ich habe in der Grundschule in der zweiten Klasse zum ersten Mal etwas vorgesungen. Es war der Klassiker "Tränen lügen nicht" von Michael Holm. (Der hatte, denke ich, das musikalische Werk aber auch nur geklaut). Von da an war es klar: Ich hatte die Vorraussetzung für den zweiten Heintje. Und jetzt wird es zugegebenermaßen etwas schizophren, denn von diesem Tag an wußte ich, dass ich Musiker werden wollte - aber bloß kein Sänger! Singen war einfach nicht COOL genug, und ich war noch nicht in dem Alter, wo man Mädchenherzen zum Schmelzen bringen möchte. Mit derselben Vehemenz wie Grisu (der Drache aus dem Zeichentrickfilm, Ihr erinnert Euch), habe ich es damals schon herausgeschrien: "Ich will Schlagzeuger werden!" - Meine Eltern waren über diese Idee nur mittelmäßig begeistert. Sie und ihre Verbündeten (Nachbarn) brachten mich vorübergehend dazu, meine Karrierepläne auf Eis zu legen und mir ein "vernünftiges" Instrument auszusuchen. Zur Auswahl standen Akkordeon und Gitarre - schon hatte ich blitzartig eine Klampfe in der Hand. Hätten sie damals geahnt, wie viel Krach man damit zelebrieren kann, hätten sie mich sicher lieber ins Internat geschickt. Ich weiß nicht genau, ob es ernst gemeint war, dass im Dorf eine Unterschriftensammlung gegen mich initiiert wurde... aber möglich ist es. Wie dem auch sei, mein erster Song war "Love Gun" von Kiss. Ich habe die Gitarrenanlage und die Hifianlage so laut aufgerissen, dass ich die Nadel des Plattenspielers damit zum Hüpfen brachte. Naja, Spaß muss sein.

Später habe ich dann, wie viele andere auch, im Dorf selbst meine ersten Bandkollegen gefunden. Mit meines Vaters unstimmbarer Gitarre, einem 80- DM-Bass und selbstgebastelten Trommeln rockten wir dann los. Der Schweißstäbchenverlust meines Vaters war immens, da sie als Drumsticks herhalten mussten. Ich darf an dieser Stelle zu meiner Verteidigung erwähnen, dass ich erst 10-12 Jahre alt war, außerdem war ich ja nicht der Trommler, sondern "nur" der Gitarrist. Aber auch da merkte ich schon, dass man alles an Musikern finden kann außer Sängern. Hier begann die Misere: Seit meiner ersten Band verfolgte mich das Schicksal, dass nirgends ein Sänger zu finden war, und ich "erst mal" nur so lange singen wollte, bis jemand auf der Bildfläche auftaucht, um mich abzulösen. Ich hatte ja schon Erfahrung mit "Tränen lügen nicht". Aber das Leben ist nicht fair: Die versprochenen Vokalisten ließen auf sich warten, und ich rutschte von meinem ursprünglichen Traum, Schlagzeuger zu werden, immer tiefer hinab in die Sängergosse.

Mit den Jahren reifte ich und entdeckte, dass es noch ein Leben da draußen gab - außerhalb der dörflichen Gemeinschaft. Und über Umwege von mehreren kleinen Bands probierte ich mich als allererstes (was viele nicht wissen) als Gitarrist der Band Secrecy. Meine Performance fand jedoch damals noch keine Gnade vor den Augen der restlichen Bandmitglieder: Die Haare waren zu kurz, die Gitarre zu hässlich. Und wenn ich gewusst hätte, dass die mich ablehnen, hätte ich mir vorher noch einen Schnauzbart stehen lassen! Ich fuhr nach Hause mit dem Gedanken: Gut, dass ich wenigstens nicht schon wieder singen musste.
Ein Jahr später: Peter steht schon wieder im Proberaum von Secrecy! Die Herrschaften hatten zwar das Gitarristenproblem noch immer nicht gelöst, aber Steve, die alte Petze, hatte ihnen gesteckt, dass ich schon bei einigen Bands als Vokalakrobat tätig war. (Natürlich ist "Petze" nicht böse gemeint. Steve war doch gerade derjenige, der uns, mich  und später Jörn, rekrutiert hatte). Da ich schon damals ein großer Fan ihrer (mittlerweile meiner) Musik war und total auf ihre Virtuosität abfuhr, verzieh ich ihnen Ihre ablehnende Haltung, die sie noch im Jahr zuvor bezüglich meiner Frisur eingenommen hatten. Mittlerweile waren meine Haare endlich lang.

Mein neuer Job zwang mich dazu, mich das erste Mal ernsthaft mit Gesang zu beschäftigen, was vorher nie der Fall gewesen war. Erst mit Einstieg bei Secrecy fing ich an, Gesangstechniken zu üben. Für mich ist der Unterschied am deutlichsten im Vergleich zwischen dem Demo "Like Burning One's Boats" und der Scheibe "Art in Motion" zu hören. Einfach war es aber nicht. Ich merkte doch recht schnell, dass man wesentlich öfter mit Halsentzündungen zu tun bekommt als mit Sehnscheidenproblemen. Zumal mich die Musik in tonale Höhenlagen trieb, die ich bis heute nur erreichen kann, wenn ich sehr warm gesungen und mindestens mittelmäßig drauf bin. Ärgerlich war es nur, wenn der Hals in den blödesten Situationen dicht machte. Z.B mußte ich wegen Trisomie noch mal extra nach Berlin fahren, weil es in der regulären Studiozeit nicht mehr ging. Das war für mich richtig frustrierend. Gut nur, daß ich so sehr die Unterstützung meiner kleiner Musiker-Familie erfahren konnte, denn ich fühlte mich durch Manny, Trödel, Steve und Jörn schon sehr getragen. A propos Jörn: Er ist  ja der dazu gekommene fehlende Saitenverbieger und derjenige, mit dem ich mehrere Jahre in einer Wohngemeinschaft zusammen wohnte. Ich dachte, ich sollte das  erwähnen, weil es einfach eine schöne Zeit war.

Art in motion: Fast unwirkliche Zeit. Es hat ganz viel Spaß gemacht, mit den anderen "Verrückten" sich so häufig es ging zu treffen, um unseren ganz eigenen Power-Metal zu kreieren. Als ich richtig begriff, dass wir wirklich alle an einem Strang zogen, blubberte bei mir so ein irres Gefühl hoch, dass man wahrhaftig etwas bewegen könnte. Diese Erfahrung wünsche ich, ganz neidlos, jedem Musiker.
Als Trödel anfing, die ersten Sachen zur LP/CD einzuspielen, überkam mich der nächste Schauer, denn er machte alles "first-take". Was bedeutet, dass er die ganzen schwierigen  Passagen einfach so 'runterspielte. Was für eine Leistung!!! Manny und Steve spielten darauf dann punktgenau auf die Drums. Die ganze Vorarbeit hatte sich gelohnt. Es gibt kaum etwas, das ich geiler finde als eine eingespielte Band. Im Studio merkt man am besten, ob die Spielkultur aus Gerede oder aus Handwerk besteht. Manny hatte sogar schon einen Spurenplan angefertigt, so dass nichts mehr schief gehen konnte. Und dann kam ich. Ich sang was das Zeug hielt. Quetschte alles durch meine Mandeln was ging. Manche Töne verließen meine Kehle wie Ratten das sinkende Schiff (Adrian Plass). Aber ich kam voran. (Eine meiner Lieblingssorgen war und ist es ja, rennend zurückzufallen.) Wir arbeiteten teilweise nachts durch, um das Pensum an 412 Gitarren (das ist ein bisschen übertrieben; es waren nur 324) zu schaffen, bis das Ding gelaufen war. Ich war stolz darauf, mit dabei zu sein. Das ist wahrscheinlich das, was mir später dann immer als Arroganz ausgelegt wurde.
In der Zeit sind auch viele der Promipics entstanden und diese Spring-Bilder, die wir fürs Cover brauchten. Abgemacht war eigentlich, dass nur unsere Silhouetten schemenhaft in der Wüste zu erkennen sein sollten.Mystisch, geheimnisvoll - das tatsächliche Ergebnis war das, was ihr eventuell in euren Regalen stehen habt. Als ich zum ersten mal das Cover in der Hand hielt, muss ich ausgesehen haben wie ein Fisch, der auf dem Trockenen nach Luft schnappt. Minutenlang starrte ich das Werk an. Paralysiert. Hilfesuchend starrte ich auch den Boten dieses Covers an, um nicht noch die letzte Hoffnung zu verlieren, gerade total verarscht worden zu sein. Gut, dass wir wenigstens unsere Hosen noch an hatten.

Auf zur ruhmreichen Tour! Das Leben, das man sich als Musiker wünscht, schien in Erfüllung zu gehen. Zwei Amerikanische Banda mit Rang und Namen durften wir hier in Deutschland und ganz Europa supporten. So machten wir uns im Spätherbst `90 auf die Socken. Genauer gesagt machten wir uns zu neunt in zwei mikroskopisch winzigen (gefühlte Maßangabe) Wohnmobilen auf die eben schon erwähnten Fußwärmer. Ich hoffe stark, dass wir den alten Tourbericht von damals wiederfinden. Trödel und Jörn haben ihn verfasst. Die Umschreibungen und Beschreibungen waren perfekt zutreffend. (Anmerkung von Steve: Andreas von Poverty's No Crime las diese Zeilen und scannte den Bericht für uns spontan ein: Hier könnt Ihr ihn nachlesen: Tourtagebuch) Die Wortkreation Desaster-Tour wurde erfunden und ist seit dem in meinem Leben zu einem geflügelten Begriff geworden für "Nichts ist so schlimm, dass es nicht noch schlimmer werden könnte". Es gab aber auch ein paar sehr schöne Tage auf dieser Tour. Viele der Auftritte, die wir erlebt haben, sind in meinem Gedächnis unter positiv verbucht. Damit meine ich vor Allem die netten Gespräche mit den Menschen, die uns wohlgesonnen waren, und vielleicht sogar noch sind. (Wenn Du Dich hier angeprochen fühlen solltest, dann Danke dafür!) Ganz besonders ist mir der Auftritt in Hamburg hängen geblieben. Der Laden war voll, und die Wärme, mit der man uns aufnahm, war das was ich mir erträumt hatte. Professionell und liebenswert. Es gab sogar was zu Essen. Toll, dass die Amis das auch so erlebt haben. So ist nach meiner Einschätzung das Bild, das Sie von uns Gastgebern (ich zähle mich als Deutscher mal dazu) hatten, etwas gerade geruckelt worden.

Ansonsten kann ich mich an die Zeit zwischen der "Art in motion" und "Raging Romance" nur schwer detailliert erinnern. Ich weiß, dass es diese Epoche gab; nur war sie  mit so vielen Alltäglichkeiten behaftet, dass ich mich jetzt konzentrieren muss um nicht Wunschdenken mit Realität zu verwechseln. Ich bin auch einer, der abends nicht mehr weiß, was er zum Frühstück zu kauen hatte. Für mich war es auf jeden Fall richtig doof, den Elektriker-Job und den Secrecy-Job auf einmal zu leisten. Vor der Art in motion habe ich ja Zivildienst in einem Behinderten-Kindergarten gemacht; meine bis dahin schönste Arbeitstelle. Die kleinen süßen Racker sind auch der Ursprung zu dem Trisomie 21-Text. Der Staatsdienst, der 20 Monate dauerte, hatte mir aber immer genug Kraft gelassen, Secrecy vollends durchzuziehen. Das bedeutete, 3x die Woche nach Bremen zu reisen, da ich ja in Stade "stationiert" war. Aber jetzt den ganzen Tag auf dem Bau!? Ich umschreibe das mal mit dem Wort----würg---. Es schmerzte mich, dass meine damaligen Nachbarn aus dem Dorf Recht zu behalten schienen. Sie ermutigten mich damals schon mit Sätzen wie "Hör bloß auf", "Brotlose Kunst" und "wer üben muß, braucht gar nicht erst anzufangen". An dieser Stelle sei gesagt, dass Neid schon einen ziemlich powervollen Motor besitzt. Was aber stimmt: In Deutschland so weit zu kommen, dass man von seiner eigenen Mucke leben kann, ist  wirklich heavy.

Dann also, zweite Scheibe, zweites Glück. Die Instumentalisten waren wieder einmal high-end-mäßig vorbereitet. Das Lob für den Gitarrensound auf der Raging Romance (von nun ab R.R. genannt) ist voll berechtigt. Guter Manny! Ich weiß nicht genau, was mich geritten hat, ins Studio zu gehen und nicht alle Lyrics beisammen zu haben. Normalerweise sind die Musik und der Text eins. Monate vorher hätten sie fertig sein sollen,...ähhh, müssen. So kam es dann, dass ich mich mit Zungenbrecher wie "science won`t solve life's big mysteries" auseinandersetzen mußte, kurz bevor die Tür des Aufnahmeraums ins Schloss fiel - theoretisch eine unsingbare Zeile! Das literarische Werk, This World's Wisdom, war von Jörn und erst kurz bevor es zum Singen losging, fertiggeworden.Wir schmunzeln immer noch darüber, wie mir vor lauter Konzentration der Sabber aus den Mundwinkeln floß und ich diesen Satz vor einem scharf gestellten Mikrophon üben mußte. Jetzt könnte der ein oder andere eventuell denken, dass ich nicht sprachbegabt sei und ich muß sagen: Das stimmt leider.
"Numbers": Numbers ist auch so ein Ding. Die "Lyrics" gehen voll auf meine Kappe. Die Idee reifte bei mir nur, weil mir nichts Anderes eingefallen war. Im Proberaum habe ich mit solchen Provisorien immer meine Melodien geübt. Phantasiewörter oder eben Zahlenreihenfolgen, das Alphabet uww. Nur das war zu Hause gewesen, und jetzt waren wir in Berlin! Meine Gedanken kamen sich beim Schreiben eines sinnvolleren Textes derart in die Quere, dass ich(wir) aus "Zeitnot" diese No-No-Prosa durchzog(en). Aus heutiger Sicht gibt es doch noch so viel zu erzählen! Ich fand es originell, würde es aber nicht noch einmal so tun.

Schon während der Studioarbeit zur R.R. gab es erste Anzeichen eines Auseinanderlebens. Ich hoffe, dass jetzt keiner der Leser hofft, ich würde mich zu Trennungsgründen äußern. Dafür war, und teilweise ist, die Sachlage zu "kompliziert". Aus meiner Sicht war und ist es alles GUT. Es gibt so schwerwiegendere Lebensentscheidungen, dass sie alles überdecken und ein Neuanfang unabdingbar machen. Wie beim Reset-Knopf beim Computer. Ab und zu muß man es einfach tun, oder es würde bis zum nächsten Stromausfall nichts passieren. Natürlich nur, wenn sich die Gurke hoffnungslos aufgehängt hat. Es macht wirklich Spaß, innerhalb einer Scene ein klitzekleines bisschen bekannt zu sein, aber um ehrlich zu sein, bin ich doch auch nichts weiter als nur jemand, der Gitarre spielt und singt.(...wenn ich allerdings Schlagzeuger gewesen wäre, wer weiß...((Scherz)).

Eine Manny-freie Zeit war angebrochen. Ein zweiter Klampfer war blitzschnell gefunden. Bernd hieß und heißt er auch noch heute. Bei den Promopics und auf ein paar Livegig-Photos ist er zu sehen. Jörn war jetzt der Hauptschreiberling, und ich darf hinzufügen, dass er hervorragende Arbeit abgeliefert hat. In sich stimmige Songs, und sehr schöne Texte. Er kann super in der englischen Sprache mit Metaphern jonglieren.
Bernd ist auch ein ganz eigener Gitarrero. Er hätte auch locker der 6-Saitensklave von Marillion sein können. Mit dieser Qualität an Leuten haben wir dann das aufgenommen, was jetzt immer wieder mal auf unserer Homepage downgeloadet werden kann. Als erstes waren wir wieder in Berlin und haben in einem nagelneuen Studio die Testband gemimt. Es ging eben von der Studioseite darum,  alles einzustellen. Und wir, nicht dumm, hatten ein neues Demo.
Das Problem, das ich dann nur hatte, war der neue schallgeschützte Raum, in dem ich dann später eingesungen habe. Dieser war mit einer grandios funktioniereden Klimaanlage versehen. Ich hatte ja nur einen Tag Zeit für 4 Songs, und es kam naturlich, was kommen mußte: Ich war schon nach dem ersten Lied verschnupft und belegt. Meine Stimme meine ich natürlich. Beim zweiten wurde ich dann heiser und beim dritten träumte ich nur noch davon, Basser oder Flötist zu sein. Nach dem letzten Song brachen meine Stimme und meine Stimmung komplett zusammen. Warum gibt es überhaupt Gesang? Könnte man nicht alles mit einem Cello ersetzen? Auf dem Weg zurück nach Bremen, ich konnte ja nicht sprechen und hatte so genug Kapazitäten frei zu denken, überkam mich zum ersten Mal die Idee, meine Instrumente plus Stimmbänder zu verkaufen und mir stattdessen einen Hund zuzulegen. Na ja,war halt blöde gelaufen. Mit dem Halskartharr, den ich von da ab mein eigen nennen durfte, hatte ich noch eine ganze Weile zu tun. Das zog sich bis zum nächsten Demo, welches wir dann in Bremen aufnahmen. Zwei Songs haben wir aufgenommen. Ein Stück von Michael Sambello - Maniac und einen Eigenes - Home alone.

Das war für mich die letzte Secrecy-Aufnahme. Es ist schwer Beweggründe zu beschreiben, die mich veranlassten, die Band zu verlassen. Am ehesten  tifft es wohl, wenn ich sage (schreibe), dass der Kick für mich gefehlt hat. Jörn schrieb tolle Songs, die aber mit der Musik, die ich eigentlich machen wollte, nicht mehr viel gemeinsam hatten.Wir konnten Manny eben nicht so einfach kompensieren.Versucht hatten wir es zwar, aber aus meiner Sicht ist das nicht geglückt. Manchmal hängt ein Ganzes doch nur von Einem ab. So bin ich gegangen.

Peter live aktuellDie Jahre danach sind kurz zusammengefasst. Ich stieg in einigen Bands ein und ganz schnell wieder aus. Es ist verblüffend, auch heute noch, wie sich Menschen verhalten, nur weil sie Musik machen. Meistens klauen sie die Ideen ja nur, verkaufen einem das aber als persönliche Innovation. Und damit das nicht auffällt, wird mehr gelabert als gearbeitet. Aus meiner Sicht :Furchtbar. Deshalb äußere ich auch hier, an dieser Stelle, mein Bedauern, dass meine einzige wirkliche Band nicht mehr existent war. Wir haben mit Secrecy viel gearbeitet und waren immer auf der Suche nach dem 13. Ton. (Es gibt ja nur 12 aber, wir haben gesucht.) Ich kenne, wie manche Kritiker, auch keine Band die so geklungen hat wie wir es taten.
Meinen Elektriker-Job habe ich gegen eine Top40-Band eingetauscht. Das knappe letzte Jahrzehnt habe ich damit meinen Lebensunterhalt verdient.

Schlussrunde: Diesem bescheidenen Abriss von meinem Leben füge ich noch für alle Interessierten ein paar Daten hinzu. Nochmal,es ging mir bei dieser Zusammenfassung NICHT darum, mich wichtiger zu machen, als ich ohnehin schon bin (zwinker,zwinker) sondern um Fragen zu beantworten, falls welche vorhanden waren.


      Peter

  • Geb: 18.12.1985... ähh ..`74 ...Ja,Ja,.`65
  • Seit 2000 verheiratet; sie hat sich meiner erbarmt.
  • Keine Kinder, aber einen Hund!!
  • Nichtraucher/Nichttrinker. Langweilig, aber ich verliere schon nach einem Bier meine Muttersprache.
  • Bands, die mich beeinflussten: Journey, Yes, Rush, Kiss, Maiden (die ersten beiden Scheiben), Nazareth
  • Mehrere Lieblingsfilme: Arsen und Spitzenhäubchen(erster schwarzer Humor-Film), Puppenmord-Tom Sharpe, Terminator 2, Die Farbe Lila, The sixth sense u.s.w.
  • Favorit Buch: Wer die Nachtigall stört-Harper Lee, Tagebuch eines frommen Chaoten-Adrian Plass, jede Menge Comics
  • Speise: Pizza mit Fisch und Knoblauch